Kritik ist schick

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@ kritik

aber geh, irgendwer muss ja schuld sein... jh,2011.06.25, 17:49

Hallo!

Ich war auch schon dort. Wahnsinnig viel... mustangsally,2011.06.25, 10:12

tja

für den einen ists eine Kritik, f&u... kritik ist schick,2011.06.24, 10:07

JETZT bin ich auch neugie...

und ja - die kids sind bös am l&aum... jh,2011.06.24, 09:20

echt?

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;-))

hab das jetzt zufällig gelesen und... lioness,2011.06.23, 21:44

ihr machts mich neugierig...

mal abseits von hasi und mausi und den a... rosalie68,2011.06.23, 21:37

nein, nein

ICH bin anders ;) kritik ist schick,2011.06.23, 21:25

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Freitag, 08.04.2011, 20:17
6ter Stock Fegefeuer, bitte aussteigen!

Es war einmal ein Mann, der hieß M. Night Shyamalan.
Das reimt sich.
Und was sich reimt, ist gut!

Eintagsfliegen in Hollywood gibts ja wie Sand am Meer. Ich nenne jetzt keine Namen, Stefan Ruzowitzky!
1999 räumte ein Film bei den Oscars ab, der von einem damals unbekannten, indischen Independent- Regisseur stamme. The Sixth Sense hieß der Streifen, welcher den Anfangs- und gleichzeitig Endpunkt der Karriere von M. Night Shyamalan darstellt. Von da an gings bergab.
Unbreakable (2000), zu finden in allen Videotheken in der Rubrik „was für ein Käse“, Signs (2002) unter „Alienfilme, allerdings stinklangweilig“ , The Village (2004) unter „das soll die Auflösung des Rätsels sein? Ich bitte dich!“ und auch die restlichen Werke (Das Mädchen aus dem Wasser, The Happening, Die Legende von Aang) waren derart schlecht, dass sie nicht nur von Kritikern zerrissen, sondern von den meisten Menschen gar nicht gesehen wurden.

Was soll man sagen – manchmal hat man eben nur 15 Minuten, oder eben 1 Film lang Ruhm und dann ist alles auch schon wieder vorbei. Du weißt, was ich meine, Florian Henckel von Donnersmarck!

Manche hängen dann den Beruf an den Nagel und kaufen sich irgendwo ein Weingebiet um sich heimlich, still und leise zu Tode zu saufen, andere satteln um und werden: Produzent! Und, oha: M. Night Shyamalan kann das. Und zwar sehr gut.
Sein neuester Clou: die Night Chronicles. Eine Reihe an Horror/ Gruselfilmen, die er teilweise selbst mit Ideen (Drehbuch) füttert und eben auch produziert. Deswegen steht auch auf jedem Plakat fett „Vom Produzenten von The Sixth Sense“ drauf. Unterschwellige Botschaft, quasi!

Devil aus dem Jahr 2010 ist der erste Teil der Night Chronicles und befasst sich mit dem bösesten der Bösen. Nein, nicht mit der Atomenergie, sondern mit dem Antichristen, Mr. Luzifer himself: Satan.

Kurz und bündig: 5 Leute steigen in einen Aufzug und bleiben stecken. Alle haben sie Dreck am Stecken und einer (oder eine?!) kommt direkt aus der Hölle! Rund 75 Minuten darf gefürchtet und geraten werden, wer für die einzelnen Morde verantwortlich ist und warum und das klaustrophobische Setting in einem Personenaufzug ist genauso beeindruckend, wie der schnelle und kreative Schnitt, sowie die recht passablen Leistungen der nahezu vollkommen unbekannten Schauspieler.
M. Night Shyamalan zeigt, dass er vielleicht als Regisseur nicht wirklich mehr was zu zeigen hat, jedoch soliden und vor allem spannenden Horror produzieren kann, der weitaus besser ist, als jeder Teenie Slasher a la „Ich weiß, wer die BUWOG Sache letzten Sommer verbrochen hat“ und „Düstere Legenden Teil 5- Mei Leistung woa goa nix“

Wer sich gerne und gepflegt gruseln will, ohne diverse Gedärme und sonstige Ungustiösitäten in der Gegend herumfliegen sehen will, der muss sich Devil einfach ansehen.
Oder zur Hölle fahren!


Donnerstag, 27.01.2011, 10:34
Hätte man meine Kindergartengruppe anno 1989 gefragt, was der Traumjob eines jeden wäre, hätten wohl 95% der Mädchen „balletttanzende Prinzessin“ geantwortet und 95% der Buben „Cowboy - Sheriff“... Nur die kleine Therese... Die wollte immer schon Raumfahrerin werden.
Aber das ist eine andere Geschichte.

Damit Filme empfehlenswert werden, müssen einige Dinge (zusammen)passen. Manchmal passt die Thematik, aber die Schauspieler bringen nichts Herausragendes (z.B. Inception), manchmal ist die Thematik interessant, aber die Umsetzung ist mangelhaft (z.B. The Blair Witch Project), manchmal ist die Technik überragend, aber die Story ist lasch (z.B. Avatar), manchmal gibt es grandiose Schauspieler, aber der Stoff gibt wenig her (z.B. Alice im Wunderland) und manchmal stimmt einfach alles nicht (alle Uwe Boll Filme).

Nun möchte man fast den Schluss ziehen, dass ein sehr guter Film einfach alles hat: Technik, Thematik und tolle Schauspieler...?! Ich sehe das nicht ganz so. Richtig gut, sind meiner Meinung nach jene Filme, die es schaffen eine scheinbar für jemanden recht uninteressante Thematik durch grandioses Casting und eine noch grandiosere Umsetzung, derart zu fesseln, dass aus der scheinbar für jemanden recht uninteressanten Thematik, eine spannende Geschichte wird. Und für jene, denen dieser Satz zu lang war, ganz einfach ausgedrückt: Ich hasse Ballett! Ich war schon im Kindergarten größer als alle anderen, beim Tanzkurs gab es auch nur kleinere Tanzpartner und ich wusste einfach immer, ich kann alles werden- nur keine Balletttänzerin. Und wir kennen das doch: was man nicht kann, das mag man dann auch nicht mehr. Die Tatsache(n), dass ich mit Ballett auch noch immer nur anorektische, mädchenhafte, kurvenlose Frauen und bubenhafte, kleine (zumindest kleiner als ich) Männer in viel zu engen Höschen verbinde, trägt auch nicht wirklich zu (m)einem steigenden Ballett- Interesse bei.
In Black Swan geht es also um Ballett. Genauer: um den Schwanensee. Das Stück soll zu Beginn der neuen Ballettsaison aufgeführt werden und jedes Mädchen – so auch Natalie Portman – möchte unbedingt die Haupt-/ Doppelrolle (als weißer und als schwarzer Schwan) ergattern. Somit ist die fast schon selbstzerstörerische Faszination zum mächtigen Choreografen (Vincent Cassel) vorprogrammiert. Als für Nina (Portman) also wirklich der Traum in Erfüllung geht, und sie sich offiziell auf die Doppelrolle vorbereiten kann, muss sie bald erkennen, dass einige unangenehme Dinge mitgeliefert wurden. Da gibt es eine andere Tänzerin (Mila Kunis), die den schwarzen Schwan und somit die dunkle Seite, viel besser darstellen kann. Dann gibt es eine pensionierte Exkollegin (Winona Ryder), die nicht nur eifersüchtig ist, sondern nebenbei auch noch dem Wahn verfällt. Und dass der sexy Choreograf Nina immer wieder rät, mehr aus sich herauszugehen und sexueller zu werden, macht das alles auch nicht viel einfacher. Aus KollegInnen werden Feinde, aus Perfektion wird Obsession und mit der aufsteigenden, immer schlimmer werdenden Paranoia, vermischen sich für Nina immer mehr die Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion, Realität und Einbildung.
Immer tiefer verstrickt sich Nina in ihre Tagträume und um den schwarzen Schwan – das Böse – perfekt darzustellen, wird ihr langsam klar, dass sie ihre gute Seite (ganz so wie im Stück) selbst beseitigen muss. Koste es was es wolle.

Diesen Film in ein Genre einzuteilen, fällt mir gerade unglaublich schwer. Wir sprechen hier von Thrill, - Psycho- Thrill, Fantasy- Horror, Sex und Drama.
Und – man glaubt es kaum: auch nur einen einzigen Punkt zum Nörgeln zu finden, fällt mir gerade noch schwerer.
Die schauspielerische Leistung ALLER Darsteller ist meiner Meinung nach beispiellos. Die immer mehr ihren Wahnvorstellungen verfallende Natalie Portman, die getrieben von dem Drang zur absoluten Perfektion bald nicht mehr zwischen wahr und unwahr unterscheiden kann, spielt genauso brilliant, wie die lockere, promiskuitive Mila Kunis, die Ballett wohl eher als Hobby, als eine Lebensaufgabe sieht und wahrscheinlich gerade deswegen den grandiosen Vincent Cassel verzaubert. Auch die streckenweise unheimlich gluckenhafte Mutter überzeugt und trotz der sehr kurzen Auftritte von Winona Ryder, hätte man wohl niemand besseren für die Rolle der vollkommen gestörten Ex- Ballettkönigin finden können.
Ich war über weite Strecken des Films von der unfassbaren Gewaltigkeit an überragendem Schauspiel und genialem Drehbuch derart begeistert, dass ich die vielen Tanzszenen als schlichtweg wunderschön und mit der perfekten Musik unterlegt, richtig genossen habe. Und das, obwohl ich Ballett hasse!

Ehrlich: Darren Aronofsky ist hier ein absolutes Meisterwerk gelungen. Er hat zwar schon mit The Wrestler bewiesen, dass ein Film mit der richtigen Besetzung, jede scheinbar uninteressante Thematik in eine spannende Geschichte transformieren kann, dass er sich jedoch nur ein Jahr darauf selbst übetrifft, habe ich wirklich nicht erwartet. Black Swan ist ein Film über Ballett, über das schreckliche Ballett mit all seinen schrecklichen Schattenseiten. Über das wunderschöen Ballett mit all seinen romantischen Vorstellungen. Ein Film über Wahnsinn und Obsession, über gebrochene Herzen und Hoffnungen und nicht zuletzt über den Kampf mit den eigenen zwei Seiten. Der Kampf Gut gegen Böse bei dem – und das steht fest – nur einer gewinnen kann.

Unbedingt ansehen!
Jetzt!