Kritik ist schick

Immer nur loben ist fad, wir kritisieren - und das aus gutem Grund!

Freund/innen dieses Blogs

Rosalie, Charlie's Opinion , Wissen teilen!, josie, Moon willow, , Danielle Spera, Freigeist (extrem), Sonnenschein, Emmy,
(Der/Die Besitzer/in dieses Blogs hat diese User/innen zu ihren Freund/innen gemacht.)
Emmy, Little mermaid,
(Diese User/innen haben diesen Blog in die Liste ihrer Freund/innen aufgenommen.)

Statistik

  • 2560 Tage online
  • 25515 Hits
  • 19 Stories
  • 47 Kommentare

Letzte stories

@ kritik

aber geh, irgendwer muss ja schuld sein... jh,2011.06.25, 17:49

Hallo!

Ich war auch schon dort. Wahnsinnig viel... mustangsally,2011.06.25, 10:12

tja

für den einen ists eine Kritik, f&u... kritik ist schick,2011.06.24, 10:07

JETZT bin ich auch neugie...

und ja - die kids sind bös am l&aum... jh,2011.06.24, 09:20

echt?

so schlimm is dort? also ich habs bis da... extrem,2011.06.24, 02:04

;-))

hab das jetzt zufällig gelesen und... lioness,2011.06.23, 21:44

ihr machts mich neugierig...

mal abseits von hasi und mausi und den a... rosalie68,2011.06.23, 21:37

nein, nein

ICH bin anders ;) kritik ist schick,2011.06.23, 21:25

Kalender

Jänner 2018
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 

Suche

 

Aktuelle Blogs


    marieblue (Aktualisiert: 20.1., 09:22 Uhr)
    LILI (Aktualisiert: 20.1., 01:15 Uhr)
    ursi39 (Aktualisiert: 13.1., 00:10 Uhr)
    kampfdembu... (Aktualisiert: 13.1., 00:03 Uhr)
    ercabi (Aktualisiert: 12.1., 23:51 Uhr)
    lisselka (Aktualisiert: 12.1., 23:49 Uhr)
    GeDankeNlo... (Aktualisiert: 12.1., 23:44 Uhr)
    passionflo... (Aktualisiert: 12.1., 14:32 Uhr)
    Hallo! (Aktualisiert: 7.1., 18:19 Uhr)
    Tesas Blog (Aktualisiert: 7.1., 14:31 Uhr)
    angi (Aktualisiert: 7.1., 14:25 Uhr)
    fulmi (Aktualisiert: 5.1., 15:04 Uhr)
    Little mer... (Aktualisiert: 31.12., 17:50 Uhr)
    Adventkale... (Aktualisiert: 30.12., 18:18 Uhr)
    diara (Aktualisiert: 27.12., 19:07 Uhr)
    espresso14... (Aktualisiert: 17.12., 19:08 Uhr)
    ~Little_De... (Aktualisiert: 9.12., 21:44 Uhr)
    sonnenblum... (Aktualisiert: 6.12., 08:33 Uhr)
    Black Blog (Aktualisiert: 30.11., 21:10 Uhr)
    indian (Aktualisiert: 30.11., 11:05 Uhr)
    Millicent (Aktualisiert: 29.11., 20:13 Uhr)
    dino (Aktualisiert: 29.11., 20:07 Uhr)
    soul (Aktualisiert: 29.11., 20:05 Uhr)
    Adventskal... (Aktualisiert: 29.11., 20:01 Uhr)
    irgendwiei... (Aktualisiert: 12.11., 13:01 Uhr)
    cora...der... (Aktualisiert: 1.11., 21:51 Uhr)
    Geschichte... (Aktualisiert: 3.10., 11:39 Uhr)
    keinmausal (Aktualisiert: 1.10., 22:57 Uhr)
    Lieblingsm... (Aktualisiert: 15.9., 13:35 Uhr)
    Grauzone (Aktualisiert: 13.9., 07:22 Uhr)
    wasserfee (Aktualisiert: 13.9., 07:08 Uhr)
    MartinasFo... (Aktualisiert: 12.9., 11:55 Uhr)
    hannah17 (Aktualisiert: 11.9., 11:38 Uhr)
    CoraLino u... (Aktualisiert: 10.9., 11:36 Uhr)
    guinea_pig... (Aktualisiert: 29.8., 19:57 Uhr)
    sandra38 (Aktualisiert: 23.8., 21:19 Uhr)
    Melissa 13 (Aktualisiert: 17.8., 22:50 Uhr)
    Prinzessin (Aktualisiert: 8.8., 15:05 Uhr)
    Lies und (... (Aktualisiert: 31.7., 16:09 Uhr)
    fallowtheh... (Aktualisiert: 5.7., 09:23 Uhr)
    eliza (Aktualisiert: 1.7., 06:43 Uhr)
    mary76 (Aktualisiert: 16.6., 08:51 Uhr)
    hoffnung (Aktualisiert: 12.6., 20:48 Uhr)
    theoneando... (Aktualisiert: 12.6., 20:35 Uhr)
    MacGregor (Aktualisiert: 22.5., 12:20 Uhr)
    transakt (Aktualisiert: 15.5., 21:24 Uhr)
    mishu (Aktualisiert: 13.5., 22:31 Uhr)
    TinasWelt (Aktualisiert: 9.5., 16:32 Uhr)
    Probier da... (Aktualisiert: 9.5., 16:29 Uhr)
    Libelle (Aktualisiert: 9.5., 15:38 Uhr)
Sonntag, 17.04.2011, 10:26
Mir gefällt Sex and the City (die Serie) nicht mehr!

Ich war etwa 15 Jahre alt, als diese neue, hippe, sexy Serie endlich im ORF ausgestrahlt wurde. Hey, für einen Haushalt, der erst vor einem Jahr das Satellitenfernsehen entdeckte, war das damals ein kleiner Durchbruch.
Selbstverständlich wurde Sex and the City erst gegen 23 Uhr irgendwas ausgestrahlt, aber hin und wieder konnte ich meine Supermama dazu überreden, aufbleiben zu dürfen, obwohl morgen früh Schule war. Oder ich nahm es einfach auf.
Mit Videokassetten.
Was sonst.

Ich L I E B T E Sex and the City. Da ging es schließlich um all das, was ich (noch) nicht hatte:
Sex.
Viel Sex.
Und Männer.
Viele Männer.
Und Verzweiflung.
Wegen Männern.
Große Verzweiflung!

Ich war etwa 18, als ich irgendwo die Complete Series im Ausverkauf um 49,90 € gesehen habe. „Hey“ , dachte ich mir, „ich habe diese Serie geliebt und nie alle Staffeln gesehen, billiger wirds nicht!“ – ZACK, BUMM, gekauft! Angesehen habe ich sie mir in diesem Jahr (und auch in einigen darauffolgenden) nie. Ich hatte zu viel zu tun:

Sex.
Viel Sex.
Und Männer.
Viele Männer.
Und Verzweiflung.
Wegen Männern.
Große Verzweiflung!

Es war gestern, als ich alle Staffeln von Scrubs fertig angesehen habe. Jeden Tag schmeiße ich mich auf meinen Crosstrainer und sehe mir genau eine 25 Minuten Folge einer Serie dabei an. Äußerst praktisch: mit dem Abspann ist automatisch mein Training vorbei.

Es war 08:00 heute morgen, als ich in meinem sexy Trainingsgewand vor meinem DVD Regal stand und fieberhaft überlegte, wer für die nächsten Monate mein Trainingspartner sein darf.
Und da sah ich sie.
Sex and the City the Complete Series.
Quasi Originalverpackt.
Quasi jungfräulich.
„Warum nicht“, dachte ich mir,“ die armen Dinger mussten ja lange genug im Regal unangetastet liegen“ – rein damit in den DVD Player.
Natürlich immer nur eine DVD auf einmal.

Ich war ja immer eine von denen, die jene Leute verurteilt haben, welche über Dinge lästern, die sie nie probiert haben, Essen hassen, das sie nie gekostet haben und Serien nicht mögen, obwohl sie diese nie gesehen haben. Ich habe mir also nach dem Training noch 3 weitere Folgen angesehen, aber ich konnte nicht anders: ich habe nach 4 Folgen (aus 3 verschiedenen Staffeln) die Complete Series wieder ins Regal gestellt.
Kopfschüttelnd ins Regal gestellt.

Plötzlich waren diese 4 Frauen (von denen jede Einzelne übrigens mehr als nur einen Sprung in der Schüssel hat) alles andere als hip.
Alles andere als sexy.
Und vor allem: alles andere als unterhaltsam.
Plötzlich waren die ewigen Dialoge der 4 in den typischen New York Diners über den einen schlaffen Penis und den anderen analen Treffpunkt überhaupt nicht mehr verrucht lustig.
Plötzlich waren diese ewigen rhetorischen Fragen a la „Gibt es ihn wirklich? Den perfekten Mann?“ oder „Muss man wirklich ehrlich sein in einer Beziehung?“ oder „Wann ist es genug?“ alles andere als intelligent und tiefgreifend.
Aus den 4 hippen, sexy New Yorkerinnen wurden binnen 10 Jahren erbärmliche, verzweifelte, neurotische, vollkommen kaputte Charaktere, deren einziger Lebensinhalt das Lästern und Weinen, das Sprechen und Schreien, das Sinnieren und Philosophieren über Männer ist.
Jede Folge.
Jede Folge über einen anderen Mann.

Während die Eine unbedingt und komme was wolle heiraten möchte, hat die Zweite Probleme einen Mann zu finden, welcher ihre erfolgreiche Anwaltskarriere toleriert, ohne sich dabei klein vorzukommen (und nebenbei sollte er untenrum natürlich auch alles andere als klein sein). Die Dritte gibt das wenige Geld, welches sie hat, nur für überteuerte Schuhe und Kleider aus, sieht aus wie ‚jeden Tag 6h Training‘- Madonna und ist einem Typen hörig, den sie liebevoll (warum auch immer) „Big“ nennt.
Naja und die 4te.
Die reitet einfach alles, was sich gerade anbietet.
6 ganze Staffeln lang entwickelt sich keine dieser Damen wirklich weiter.
6 ganze Staffeln lang fragt man sich, warum diese Serie eigentlich nie Desperate Women with Sex in the City genannt wurde.

Was war passiert?
Bin ich alt geworden?
Bin ich prüde geworden?
Habe ich meinen Sinn für perversen, sexuellen Humor verloren?
Nach einigen Minuten kam ich zu dem Schluss, dass es wohl von allem ein bisschen ist.
Mit 15 fand ich es lustig, Frauen über Männer und deren Genitale reden zu hören, weil ich davon selbst keine Ahnung hatte. Meine sexuelle Erfahrung beschränkte sich damals auf Dr. Sommer Leserbriefe inklusive dazupassende Skizzen. Die Geschichten waren spannend, machten neugierig und waren aber vor allem vollkommen unrealistisch, an den Haaren herbeigezogen und für mich unvorstellbar. Keine Frau kann dermaßen viele Männer daten und beglücken und dabei niemals den Richtigen finden, sondern vielmehr nur Freaks.
Mit 18 war ich mit meiner eigenen Sexualität beschäftigt (und diesmal sogar aktiv. Mit Partner!) dass ich keinen Platz für Carrie and Friends hatte.
Mit 25 bin ich desillusioniert. Beim Ansehen einiger Folgen erkannte ich trotz einigen künstlerischen Übertreibungen die böse Wahrheit hinter der Fiktion.
Es ist tatsächlich frustrierend.
Es ist tatsächlich schwer.
Es gibt tatsächlich eine unzählbare Bandbreite an Freaks – und die Meisten ziehe ich anscheinend magisch an.
In einigen Dialogen erkannte ich mich selbst. Aus der Komik wurde erst Tragik und schließlich Realität.

Mir bleiben nur wenige Optionen: ich sehe mir alle Folgen in der richtigen Reihenfolge an. Ich werde mit jeder Folge depressiver, nehme höchstwahrscheinlich trotz Training zu und irgendwann findet man mich halb verwest auf meiner Couch, während mich meine Katze langsam auffrisst. Ich lasse mich immer mehr in den Bann dieser 4 frustrierten Superweiber ziehen, und sinke immer, immer tiefer.

Oder: Ich stelle die DVDs ins Regal, erkläre Gästen der Kauf sei ein Anfall von jugendlichem Leichtsinn gewesen oder gebe meiner Schwester die Schuld, die mir jedes Jahr irgendwelche Sachen zum Geburtstag schenkt, die sie eigentlich selbst gerne hätte.

Ich habe mich für Tor Nr. 3 entschieden. Ich warte darauf, dass die Tochter meiner Freundin 15 wird und schenke ihr die Box zum Geburtstag. „Mit der Serie bin ich erwachsen geworden“ werde ich sagen. „Zum Glück ist das ja nur eine Serie, nicht auszudenken wenn es so wirklich in der Welt ablaufen würde“ werde ich sagen. Und dann werde ich innerlich hämisch und böse lachen. Und wenn ich ganz arg drauf bin, werde ich noch hinzufügen "und kauf dir U N B E D I N G T die beiden Filme. Die sind noch viel besser!!"


Freitag, 08.04.2011, 20:59
Eigentlich gelogen – es sind genau 94 Minuten!

Ein Film, der die Wichtigkeit der Mobiltelefone unterstreicht.
Ein Film, der dem Sprichwort „Besser arm dran, als Bein ab“ eine völlig neue Bedeutung gibt.
Ein Film, der meiner Meinung nach vollkommen überbewertet wird.

2003 bleibt Aaron Ralston in einer Felsspalte stecken und klemmt sich bei der Gelegenheit gleich mal seinen rechten Unterarm derart bescheiden ein, dass der nicht nur feststeckt, sondern abgetrennt werden muss, damit er überhaupt wieder aus der Spalte herauskommt. Achja, zuerst mehrfach gebrochen und dann erst abgetrennt. Mit einem Taschenmesser. Guten Appetit!
Acht Jahre später wird diese Geschichte (bzw. das Buch aus dem Jahr 2010 Between a Rock and a Hard Place) von niemand geringerem, als dem Slumdog Millionaire Danny Boyle verfilmt. Einige Zeit später bekommt Hauptdarsteller James Franco seine erste Oscarnominierung dafür.

Meine liebe Freundin Michi wollte den Film unbedingt ansehen und relativ skeptisch, bzw. auf dem Trip „ich muss mir noch schnell alle nominierten Filme ansehen, bevor der Oscar verliehen wird“ bin ich also mitgegangen.
Trotzdem fragte ich mich, als die Lichter langsam immer dunkler wurden und der Film begann „90 Minuten einem Mann zusehen, der in einer engen Felsspalte hängt und sich dann – wahrscheinlich 5 Minuten vor Schluss – den Arm abschneidet...?! Das kann doch nur langweilig werden. Und eklig..Oder?!?“
Als der Film 15 Minuten lief, dachte ich mir „Aber hey, er ist für den Oscar nominiert. 6x. Der ist super...Oder?

Langweilig? Niemals! Keine Sekunde habe ich mich gelangweilt, allerdings lag das nicht am Hauptdarsteller. Boyle kann einfach Filme machen – Punkt. Der Mann hat ein Gespür für Schnitt und Kamera und vor allem Musik/ Soundtrack. Ich war überwältigt von den beeindruckenden Landschaften, den liebevoll und genial gesetzten Schnitten, sowie der mehr als passenden Musikauswahl. Wäre nicht immer wieder zu Franco geschnitten worden, der ums Überleben ringt, möchte man fast meinen, es sei eine nette Felsendokumentation von National Geografic!

Eklig? Teilweise. Fleischer und Chirurgen haben sicher absolut kein Problem damit, jemandem zuzusehen, der sich zuerst Elle und Speiche absichtlich bricht und danach mit einem stumpfen Messer durch Haut, Nerven und Muskulatur schneidet. Und alle anderen Ärzte bzw. Biologen und Ernährungswissenschaftler finden es auch sicher nicht schlimm, jemandem auf der 10m² großen Kinoleinwand zuzusehen, wie er seinen eigenen hochkonzetrierten Urin trinkt. Für alle anderen (wie mich) war es schon grenzwertig, allerdings ertragbar, nachdem man ja im Vorfeld weiß, dass der Hauptdarsteller überleben wird.

Super? Meiner Meinung nach nicht. 127 Hours kommt weder mit einer neuen, bahnbrechend kreativen Idee daher, noch mit (irgendeinem) unterhaltsamen/ interessanten/ spannenden/ lustigen/ tragische /(hier irgendein Adjektiv einsetzen) Dialog. Und ja- ich konnte mich auch nicht in die klaustrophobische, beengende, schreckliche Lage hineinversetzen, sowie die ach so toll gespielte Verzweiflung des Hauptdarstellers förmlich spüren.

Die Erfolgsfaktoren des Films waren:
- Eine tragische, vor allem wahre Geschichte
- Ein Regisseur, der sich mit einem Film (Slumdog Millionaire) in den Hollywoodolymp gefilmt hat
- Ein junger Schauspieler, der von jeder 2ten Frau auf der Welt vergöttert wird
- Eine Oscar- Acadamy, die unbedingt noch einen Film für diverse Kategorien nominieren musste

Meine Meinung nach überzeugt 127 Hours in erster Linie mit seiner Kombination aus Bild, Schnitt und Ton, sowie der unglaublichen Leistung der PR- Maschinerie. Wer auf True Stories steht, der darf sich genüsslich vor den DVD Player auf die Couch legen (allerdings ohne Fressalien), gleiches gilt auch für Franco- Fans.
Alle Anderen wenden sich lieber an den Docu- Channel. Oder DSDS.


Freitag, 04.02.2011, 13:44
Augen auf.
Ohren auf.
Hirn bitte aus!

Es gibt verschiedene Gründe, warum man sich einen bestimmten Film im Kino ansieht. Ich wage ja sogar zu behaupten, dass man sich manche Filme nur im Kino ansehen sollte...
...und TRON: Legacy gehört definitiv dazu!

Gleich einmal vorweg: Jene, die ins Kino gehen, weil sie einer spannenden, intelligenten, mitreißenden, dramatischen, interessanten und besonderen Geschichte (=Story) folgen wollen, die sollten gleich mal zuhause bleiben! Ich verstehe ja sowieso nicht, wieso auch nur irgendjemand, jemals erwartet hat, dass der zweite Teil des Animationsmeilensteins Tron aus dem Jahre 1982 mit irgendeiner Geschichte daherkommt. War doch schon im ersten Teil nicht so.

Aber gut, es gibt auch Menschen, die sich über den flachen Plot bei Avatar aufgeregt haben.
Das waren übrigens die Gleichen, die am Ende von Titanic geschriehen haben „was???? 3h Film und dann geht der blöde Kahn unter????“
Und bei King Kong: „So große Affen gibt’s doch gar nicht!“

Ich möchte hier jetzt auch gar nicht auf den Inhalt des momentan in den Kinos laufenden Blockbusters eingehen, wen’s interessiert --> Tron: Legacy Plot http://en.wikipedia.org/wiki/Tron:_Legacy

Tron (1982) hat Filmgeschichte geschrieben, selbst wenn er an den Kassen mehr als nur durchgefallen ist. Amerika war wieder einmal einen Schritt vor seiner Zeit und das Publikum war mit einem Film, bei dem ganze Sequenzen nur mit dem Computer gemacht wurden, vollkommen überfordert. Damals glaubte jeder, Filme mit jeglicher Computeranimation könnten – wenn überhaupt – nur in Dokus Zuschauer finden. Heute wissen wir es besser. Was wäre die Matrix ohne Computeranimation? Toy Story, Nemo und co. gäbe es gar nicht und Angelina Jolie hätte in Beowulf wirklich nackig in goldene Farbe springen und sich nebenbei noch einen Schwanz wachsen lassen müssen...Ja, ihr habt richtig gelesen. Angelina Jolie hat in Beowulf einen Schwanz. Sogar einen goldenen!

Ich bin ins Kino gegangen, weil ich mich auf geniale Actionsequenzen und noch genialere Bilder gefreut habe. Einfach atemberaubend, wie der „Frisbee-Kampf“ und das „Lightrunner - Rennen“ auf einer riesigen Leinwand glänzen. Ich wollte einen tollen Soundtrack und tolle computergenerierte Bildsequenzen. Mehr habe ich nicht erwartet, und mehr habe ich auch nicht bekommen! TRON: Legacy überzeugt in erster Linie mit einem unvergleichlichen Setting und toller Aufbereitung. Ungefähr so wie ein Truthahn der von außen auf dem Tablett serviert, genial, knackig und gut aussieht. Die Füllung hingegen (Charaktere, Handlung, Dialoge) ist zum Vergessen.
Aber noch einmal: niemand will hier die Füllung essen!!!

Der Soundtrack von Daft Punk ist einfach nur genial mit unglaublichem Gänsehautfaktor – nichts gegen Hans Zimmer, aber der hat ja auch schon alle Oktaven durch.

Ein Festmahl für Augen und Ohren – wer manchmal ins Kino geht um einfach nur unterhalten zu werden, der darf diesen Film einfach nicht versäumen. Und sofern ihr keine große Leinwand inklusive BlueRay- Full HD Beamer UND exzellentem Soundsystem daheimhabt, müsst und dürft ihr den auch nur im Kino ansehen. Kein 0815 Heimkino bringt dieses Spektakel auch nur irgendwie vergleichbar hin.
Für Technik- und Actionfans wie mich war es übrigens auch wieder einmal interessant zu sehen, dass per Computer anscheinend alles möglich ist, bis auf realistisch wirkende Gesichter. Man kennt das ja schon aus Filmen wie Beowulf oder Benjamin Button- egal wie viel Energie man in die Entwicklung steckt, am Ende sieht der verjüngte Jeff Bridges trotzdem aus wie eine Computerspielfigur und kein menschlicher Mann.
Kann mir das ein Animations- Pro mal erklären? Wieso ist es so schwer einen realistischen computergenerierten Menschen zu machen?

Also: Ich empfehle diesen Film allen, die einen bombastischen Abend ohne nachwirkende philosophische Gespräche über die Interpretation der Handlung mit viel Bumms Dings und noch mehr Rumms und womöglich noch einer beneidenswerten schönen Frau (Olivia Wilde) haben wollen.

Die Frau heißt übrigens eigentlich Olivia COCKburn.

Genial!

COCKburn... Hammer :)


Montag, 17.01.2011, 10:00
Und sogar 3 Buchbänder...
Und sogar 4 Verfilmungen

Ich habe da so eine Freundin, die schreibt ebenso wie ich einen Blog. Und man stelle sich vor: auch (manchmal) über Filme. Und nun ratet, was passiert, wenn wir uns gleichzeitig den gleichen Film ansehen. Quasi zusammen. Genau. Ihr Tatsachenbericht zu lesen auf ShoWatch (http://showatch.blogspot.com/)
Meiner folgt hier:

Zuerst etwas zur Beschreibung meiner Person: Ich habe NIE ein Twilight- Buch gekauft, ausgeborgt, geschweige denn gelesen. Meine Freundin, von mir hier liebevoll Michi genannt (Anm.: Name von der Redaktion nicht geändert) schon.
Verurteile ich sie?
Nein.
Finde ich sie deswegen erbärmlich?
Vielleicht.

Fakt ist: ich habe mich NIE, NIEMALS NIE irgendeinem Trend unterworfen. Ich habe keinen Harry Potter- Band gelesen, High School Musical fand ich (ohne es je gesehen zu haben) immer schön fürchterlich und ja - beim Barte des Propheten – ich habe mich auch nicht dem Lesezwang des 21. Jahrhunderts unterworfen und den lächerlichen Erzählband einer mormonischen, prüden, desillusionierten, mittlerweile steinreichen Frau Namens Stephanie Meyer gebeugt. Take that bitch!
Ich bin deswegen auch nicht Twilight ins Kino gegangen. Warum auch?
Habe ich mir die Filme daheim auf DVD angesehen?
Vielleicht.
Bin ich nun auch ein rückgradloser Mitläufer?
Mit Sicherheit.
Hält mich das davon ab, eine Kritik zu schreiben?
Nein.

Teil 1 mit dem verlockenden, kreativen Titel „Twilight- Bis(s) zum Brechdurchfall“ war auf einer Skala von 1 bis 10 – wobei 10 hier in die Kategorie „Filme ohne Sinn, ohne intelligente Dialoge, ohne herausragende Schauspieler und vor allem ohne Hirn“ fällt – war also Teil 1 eine recht nette 13,7. Schwer zu toppen? Vergesst es – Teil 2 „New Moon – Bis(s) zur Hirnhautentzündung“ war ungefähr auf 27,9 und Teil 3 „Eclipse – Bis(s) zum Herzinfarkt“ nicht mehr messbar. (Das Lineal geht nur bis 4592612549,01)

Anstatt hier genau auf die einzelnen Teile, deren nicht vorhandene sinnergebende Story und deren zweifellos talentlosen schauspielerischen Leistungen einzugehen, habe ich mich dazu entschlossen, die von Michi gestellten (und eigenartigerweise von ihr selbst teilweise beantworteten) Fragen RICHTIG zu beantworten, und ihr damit endlich wieder den erholsamen Schlaf zurückzugeben, den sie seit unserem verstörenden Double- Feature leider verloren hat.

„Doesn’t he have a shirt?”
Eine nette Frage – nett und vor allem berechtigt. Seit Teil 2 läuft Werwolfsjunge Jacob zu 99% seiner Zeit und vor allem unabhängig von den Wetterverhältnissen oder der Situation, ohne Shirt, dafür in knappen Jeansshorts herum. Michi glaubt, es liegt an den Zuschauerzahlen... Ich befürchte, das ist nur halbrichtig.
Antwort 1: Produktionskosten. Weniger Shirts bedeuten weniger Kosten. Sowohl für die Crew als auch für den Werwolf selber. Der müsste sich nach jeder Verwandlung ein neues Leiberl kaufen. Und nachdem hinter dem Berg KEIN H&M ist (um auf Michis nächste Frage gleich einzugehen) läuft er lieber gleich oben ohne herum.
Antwort 2: Zur Erhaltung des Teints. Warum ist Jacob wohl so braun? Richtig – weil er immer oben ohne herumläuft. Er will diese rassige Erscheinung behalten und nützt jede freie Minute zur Bräunung. Auch am Berg. Im Winter. Und in der Nacht.
(Ich habe nie versichert, dass alle meine Antworten logisch sind)

Was passiert mit den Shorts?
Antwort: Die gehen tatsächlich bei jeder Verwandlung kaputt. Glücklicherweise gibt es im Wald einen verzauberten Zwerg, der Hosen nähen kann. Was er übrigens auch jeden Tag macht und diese in einer Höhle versteckt. Dort können sich die Werwölfe nach jedem Verschleiß nach Belieben neue Jeansshorts holen. Der Zwerg heißt übrigens Lee Vice.

Wieso hat Edward keinen Sixpack?
Antwort: Vampire können keine Muskeln aufbauen. Das wissen natürlich nur Hardcore- Vampire- Fans wie beispielsweise Stephanie Meyer. Das gehört zu der natürlichen Balance – Vampire können keine Muskeln aufbauen – Werwölfe dafür extrem. Werwölfe stinken wenn sie in den Regen kommen – Vampire glitzern dafür in der Sonne. Vampire verschwinden im Spiegel – Werwölfe verschwinden im Fleischwolf.
Hat was mit ausgleichender Gerechtigkeit zu tun. Ich empfehle hier Lektüre a la „Der Vampir- Brockhaus“ oder „Warum Vampire fliegen können und Werwölfe in menschlicher Gestalt keine Brustbehaarung haben“

Besitzt Edward keinen Kamm?
Antwort: Nein. Vampire dürfen keinen Kamm haben – so wie das Haar liegt, so muss es getragen werden. Werwölfe dürfen dafür bis zu ihrem 21 Lebensjahr kein Hundehalsband tragen.

Warum schneiden sich Werwölfe die Haare, sobald sie in das Rudel eintreten?
Antwort: Der Modetrend. Wer kurze Hosen tragen will, muss kurze Haare tragen – keine Ahnung warum Michi das nicht weiß.


Wieso bewegen sich die Werwölfe wie Schweine?
Antwort: Michis Vermutung von schlechten Special Effects ist wieder einmal nur halbrichtig, sorry. Die ganz richtige Antwort: neben den schlechten Special Effects musste dieser Herr (http://www.chicagonow.com/blogs/milkin-it/assets_c/2010/07/Porky-thumb-300x381-183051.jpg) die ganzen Bewegungen für das Motion Capture System einspielen. Und der hats verbockt. Dieses Schwein.

Wieso stottert Bella den ganzen Film über?
Antwort: Schlechte Schauspielerin, die noch dazu von Jacobs aufgemaltem Sixpack abgelenkt war UND die National Stuttering Association (Verein der Stotterer Amerikas), der einer der Hauptsponsoren der Filmproduktion war.

Warum bekommt Eclipse den People‘s Choice Award für den besten Film?
Antwort: Weil (nur) Amerikaner abstimmen durften.

Wieso hat jeder Teil einen anderen Regisseur?
Antwort: Weil jeder einzelne Regisseur nach dem allerletzten Drehtag das Ultimatung stellte „Entweder ich, oder diese miesen, talentlosen Schauspieler“, nachdem jeder noch dazu überzeugt war, diesen eigenen beruflichen Tiefpunkt niemals an Niveaulosigkeit und Blödsinn übertreffen zu können, warfen sie freiwillig das Handtuch und diese miesen, talentlosen Schauspieler durften bleiben.

Wieso zieht Bella einen bleichen, hühnerbrüstigen Blutsauger einem braungebrannten, waschbrettbäuchigen Wolf vor?
Diese Frage kann ich zu meiner Schande nicht beantworten. Ich bin schwerst entrüstet über Bellas Entscheidung, da Edward in Anbetracht der Menge an Blut, die er bereits gesoffen hat, sicherlich mit dem AIDS- Virus, Tuberkulose, Hepatitis und womöglich auch der Schweinegrippe infiziert ist. Ich befürchte aber, es liegt an Jacob’s Hautfarbe und Stephanie Meyer bzw. Bella sind einfach rassistische, indianerhassende, homophobe Hexen.

Sind die Filme es überhaupt wert so intensiv über sie nachzudenken?
Michi sagt dazu klar: Nein.
Ich sage: Wer so dumm war, Geld auszugeben, um sich alle Bücher zu kaufen, und sie dann nicht einmal alle liest, der hat ja generell nicht alle Teller im Kasten, Tassen im Schrank und vor allem einen riesen Sprung in der Suppenschüssel. Ich bin fassungslos diesen menschlichen Fehltritt erst durch das Lesen ihres Blogs erfahren zu haben. Hätte ich das vorher gewusst... Aber was hab ich erwartet? Michi hat ja auch alle Harry Potter Bücher gelesen.
Ist das gestört?
Vielleicht.
Erbärmlich?
Sicherlich.
Eine der besten Freundinnen, die ich je haben werde?
Mit absoluter Sicherheit!

Ich freue mich schon mit ihr das Grauen fortzusetzen. Bald ist es soweit:
Twilight 4: „Bis(s) zur Vergasung!“